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Untersuchungsberichte Albaching-Pfaffing

Der Härtebereich des Trinkwassers beträgt: 22,2 Grad dH.

 

 


Umfassende Untersuchung


 


 Untersuchungsberichte - Eigenüberwachung (Rohwasser)


Besondere Hinweise aus den Gutachten:
 

Korrosionschemische Beurteilung

Mit einer Calcitlösekapazität von - 22 bzw. - 30 mg/l CaC03 liegen beide Wässer nahezu im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht mit geringer kalkabscheidenden Tendenz. Die Forderungen der TrinkwV an das Kalklösungsvermögen sind damit ingehalten.

Die in DIN 12502 Teil 2, 4 und 5 genannten Parameter pH-Wert, Säurekapazität, Calcium, Sauerstoff-, Chlorid- und Sulfatgehalt entsprechen den dort genannten Anforderungen zur Schutzschichtbildung auf
 

• Grauguß und niedrig- und unlegierten Stählen,

• Nichtrostenden Stählen,

• Kupfer und Kupferlegierungen

• innen verzinntem Kupfer
 

so daß nach Aufbereitung bei diesen Werkstoffen die Anforderungen , die aus korrosionschemischer Sicht das Wasser gestellt werden, grundsätzlich erfüllt sind . Asbestzement und andere zementgebundene Werkstoffe werden nicht angegriffen.

 

Einschränkungen:

>- Schmelztauchverzinkte Eisenwerkstoffe dürfen nach DIN 50930 Teil 6 (Fassung vom Oktober 2013) nicht eingesetzt werden, da die Basekapazität bis pH 8,22 größer als 0,2 mmol/l ise und Zudem ist die Wahrscheinlichkeit der Zinkgerieselkorrosion erhöht, da der Zinkgerieselquotient kleiner als 3 und größer als 1 ist. Im Warmwasserbereich wird generell - d. h. unabhängig vom Chemismus - von der Verwendung verzinkten Stahls abgeraten (DIN EN 12502 Teil 3, twin:2002).

Verzinkter Stahl sollte daher in der Trinkwasserinstallation prinzipiell nicht eingesetzt werden. Grundsätzlich gilt, dass Werkstoffe für neue Installationssysteme so ausgewählt werden müssen, dass gesonderte Schutzmaßnahmen nicht erforderlich sind.

Wird allerdings bei älteren Anlagen eine erhöhte Abgabe von Korrosionsprodukten infolge einer erhöhten Basekapazität bis pH 8,2, eines zu hohen Neutralsalzquotienten S1 oder eines zu hohen Zinkgerieselquotienten S2 festgestellt, lässt sich diese durch

die Zugabe von Korrosionsschutzmitteln, wie Phosphate, Silikate oder deren Gemische, günstig beeinflussen. Es dürfen nur zugelassene Zusatzstoffe und zertifizierte Dosiersysteme verwendet werden.
>- Messinge haben eine hohe Anfälligkeit für Spannungsrißkorrosion. Das Schadensrisiko läßt sich vermindern, wenn bei der Verarbeitung der Bauteile kritische Zugspannungen vermieden werden. Eine Wärmebehandlung der fertigen Bauteile reduziert die

Wahrscheinlichkeit der Spannungsrißkorrosion insgesamt (DIN EN 12502 Teil 2). Die Wahrscheinlichkeit der Entzinkung von Messing steigt mit dem Zinkgehalt und der Temperatur (DIN EN 12502 Teil 2). Entzinkungsbeständige Messinge hemmen die

Entzinkung.

>- Da die Leitfähigkeit des Wassers (bei 20°C) größer als 500 I-lS/cm ist, kann darüber hinaus die Korrosionswahrscheinlichkeit bei Edelstahlplattenwärmetauschern, die mit Kupfer hartgelötet sind, erhöht sein.